Stadt Konstanz

Konstanz ist mit 83 000 Einwohnern die größte Stadt am Bodensee und befindet sich unmittelbar an der Grenze zum Schweizer Kanton Thurgau. Das “Schwäbische Meer” prägt das Bild der Stadt. Im Südosten der Altstadt entstand in den Jahren 1839 bis 1842 der Haupthafen der Bodenseeflotte. Konstanz präsentiert sich altehrwürdig und dynamisch zugleich. Zahlreiche Studenten der Universität und der Fachhochschule beleben das Stadtbild. Auch als Tagungs- und Kongressort hat sich Konstanz einen Namen gemacht. Traditionen und Kultur werden bewahrt und im ältesten Theater Deutschlands auf die Bühne gebracht. Die Altstadt überstand die Weltkriege nahezu unbeschadet und verfügt über Sehenswürdigkeiten aller Jahrhunderte. Einen reizvollen Kontrast bildet die weitläufige Neustadt, mit ihren großzügigen Wohnanlagen und vielfältigen Freizeiteinrichtungen. Das landschaftliche und kulturelle Erbe des Bodensees wird in eindrucksvollen Präsentationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Doch Konstanz beweist auch immer wieder Mut zu Neuem. Für Ideenreichtum und Kreativität sprechen die außergewöhnliche Architektur des Universitätsgeländes, sowie die Imperia, das wohl ungewöhnlichste Wahrzeichen am See. Konstanz hat viele Gesichter und wer sie entdeckt, wird beeindruckt sein von der wohl schönsten Stadt am Bodensee.

Geschichte
Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück. Bereits in vorchristlicher Zeit siedelten sich keltische Stämme auf dem Gebiet der heutigen Niederburg an. Unter Kaiser Augustus fiel die Bodenseeregion an das Römische Reich. Belegt ist ein Römerlage auf dem Münsterhügel, welches aus Steinbauten bestand, später befestigt wurde und im 6. Jahrhundert als “Constantia” Erwähnung fand. Unter Bischof Maximus wurde Konstanz 590 zum ersten Bistum im deutschen Raum erklärt. Es entstand ein bescheidener Vorgängerbau des späteren Liebfrauenmünsters. Eine erste Blütezeit erreichte die Stadt im Mittelalter und profitierte dabei von ihrer günstigen Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelswege nach Frankreich und Italien. Zwischen 1192 und 1548 trug Konstanz den Titel Freie Reichsstadt. 50 000 Teilnehmer weilten zwischen 1414 und 1418 aus Anlass des Konstanzer Reformkonzils in der Stadt. Beim ersten und einzigen Konzil auf deutschem Boden versammelten Kaiser und Papst die bedeutendsten Fürsten Europas um sich, mit dem Ziel, die Kirche umfassend zu reformieren. Im Rahmen dieses Ereignisses fand mit der Ernennung Martins V. die einzige Papstwahl auf deutschem Boden statt. 1526 verlegten die Bischöfe, im Zuge der Reformation, ihren Sitz nach Meersburg. Als Konstanz 1548 an Österreich fiel wurde es erneut katholisch. 1806 wurde Konstanz Teil des Großherzogtums Baden und Hauptstadt des Seekreises. Auf Grund der nichtoffensichtlichen Grenzlinie zur benachbarten Schweiz blieb Konstanz im II. Weltkrieg von Luftangriffen verschont. Seit 1952 ist die Stadt Teil des Bundeslandes Baden Württemberg. Vier Jahre später wurde Konstanz Große Kreisstadt. Mit der Gründung der Universität im Jahr 1966 erlebte Konstanz einen Imagewandel und einen Aufschwung, welcher ungebrochen scheint.