Sehenswürdigkeiten
Wer sich Konstanz auf dem Seeweg nähert, kann Imperia nicht übersehen. Einst war die 1993 von Peter Lenk geschaffene, freizügig gekleidete Frauenfigur, welche Kaiser und Papst auf den Händen balanciert, recht umstritten. Heute gilt die neun Meter hohe Figur, welche auf das Konstanzer Reformkonzil anspielt, als beliebtes Fotomotiv und Wahrzeichen der quirligen Bodenseemetropole. Einen Kontrast am Hafengelände bildet das 1388 erbaute Konzilgebäude. Der markante Steinbau mit seinem Walmdach galt lange Zeit als Lagerhaus für den Italienhandel, machte 1417 als Ausrichter der Konklave zur Papstwahl Furore und dient heute als Restaurant, Festsaal und Kongressgebäude. Am Münsterplatz erhebt sich das Liebfrauenmünster, welches nahezu zwölf Jahrhunderte den Bischöfen als Domizil diente. Die dreischiffige Basilika verfügt mit den Konstanzer Goldscheiben aus dem 2. Jahrhundert über eine wahre kunsthistorische Rarität. Vor dem Gotteshaus können Besucher in einer Glaspyramide die Relikte einer Römersiedlung aus dem 4. Jahrhundert bestaunen. Die Niederburg gilt als ältester Stadtteil. Enge Gässchen streben dem Rhein zu und in den mittelalterlichen Bauten haben gemütliche Weinstuben Einzug gehalten. Nördlich erhebt sich der Rheinturm, Teil der einstigen Ringmauer, welche im 19. Jahrhundert entfernt wurde. Ein Spaziergang entlang der Seestraße erlaubt einen herrlichen Blick auf die Konstanzer Altstadt. Der Straßenzug wird gesäumt von schmucken Bauten der Gründerzeit. Moderne Akzente setzt das Universitätsgelände auf dem Gießberg.